Lager von Sebastian und Rolf


Das äußere Erscheinungsbild der Ritters Rolf von Oppau ist auf die Zeit um 1100 bis 1130, also der Anfangszeit des Königreichs Jerusalem, ausgerichtet. Das militärische Rückgrad des 1. Kreuzzugs bestand aus fr&aumlnkischen und normannischen Rittern. Der Nasalhelm war übliche Kopfschutz dieser Zeit. Der eingearbeitete Nackenschutz aus Kettengeflecht lässt byzantinischen Einfluß erkennen. Das Wappen auf der Brust und Schild verbindet das lothringische Kreuz mit 4 griechischen Kreuzen. Die Farben Gold auf Silber standen nach den gerade erst entstehenden heraldischen Regeln nur dem Königreich Jerusalem zu. Die kornblumenblaue Farbe des Waffenrocks und des Mantels sind historisch weder belegbar noch kann man sie abstreiten. Dieser Farbton ließ und lässt sich leicht herstellen. Der Mantel selbst entspricht in Leichheit und Ausführung den örtlichen klimatischen Verhältnissen im Heiligen Land und ist als plausibel anzusehen. Stiefel und Hose entsprechen normannischer Machart und lassen arabischen Einfluss erkennen. Das Tragen eines Kettenhemdes war nicht allgemein verbreitet aber wurde, wenn auch selten, vom Adel und Klerus als Schutz verwendet. Als üblich zu erachten ist die Bewaffnung aus Schwert, Messer, normannischem Tropfenschild und Lanze.

1079 in Oppau geboren, folgte ich, nach dem Tod des Vaters, dem Ruf unseres Papstes Urban II. zum Kreuzzug ins heilige Land. Ich folgte dem Heer Godefroy de Bouillon. Ich machte mich auf den Weg durch Italien nach Süden. Ein Tuchhändler aus Siena machte mich zu seinem Leibwächter, nicht zuletzt deshalb, weil ich auch seiner Tochter, der liebreizenden Piadora gefiel. Um die Geschäfte mit dem Oströmischen Reich in Schwung zu bringen, reisten wir zusammen über Pisa, übers Meer nach Byzanz Dort angekommen, erfuhren wir von der Eroberung Jerusalems. Meine liebliche Piadora wollte nun unbedingt zu den heiligen Stätten Palästinas, was natürlich auch mir sehr entgegenkam. Ich stellte mich mit meinen Soldaten in den Dienst Balduin I. ,der uns zur Bewachung der Grabeskirche einstellte. 1118 wurde dann Balduin II. unser neuer Herr. So leben wir nun seit Jahren in al-Quds (asch-Scharif), „die Heilige“, wie die Araber die Stadt nennen.

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